ellog - Das E-Learning-Logbuch

Herzlich willkommen auf dem E-Learning-Logbuch des Medienzentrums der TU Dresden!

Wir informieren an dieser Stelle aktuell über die E-Learning-Angebote und -Services des Medienzentrums, das als zentrale Einrichtung der TU Dresden den Einsatz von E-Learning unterstützt und begleitet. Unser Angebot richtet sich vorrangig an alle E-Learning-Akteure der TU Dresden, aber auch an alle EL-Partner an Universitäten, Hochschulen sowie externen Einrichtungen, wie der Bildungsportal Sachsen GmbH.

Donnerstag, 17. August 2017

Themenreihe Digitales Lehren und Lernen in der Hochschule – Praxisbeispiel: Erklärvideos

Die Praxisbeispiele stellen einzelne Einsatzszenarien digitaler Medien in sächsischen Hochschulen vor. Lehrende zeigen hierbei Vorteile auf und gehen auch auf Herausforderungen ein. Die Kurz-Interviews sind dem Projekt „Neue Lehr-Lernkulturen für digitalisierte Hochschulen“ entnommen. Projektlaufzeit: 01.09.2015 – 31.12.2016. Im heutigen Post möchten wir die Erklärvideos von Linda Heise vorstellen. 

The stated examples of good practice show possibilities of implementing digital media in lectures of higher academic institutions in Saxony. Herewith, teachers/ research assistants tell about advantages of their experiences as well as difficulties they had to deal with. All published interviews are taken from the project „New culture of teachings and learning for digitalisation of higher academic institutions “. The project ran form 09/2015 till 12/2016. Today´s post is about the tutorials produced by Linda Heise. 

Im heutigen Post möchten wir die Erklärvideos von Linda Heise vorstellen. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Mittweida und hat kurze, drei-minütige Videos in der sogenannten Legetechnik erstellt, die als Online-Selbstlerneinheit den Studierenden auf OPAL zur Verfügung gestellt wurden.

Kurz zur Erläuterung: Erklärvideos in der Legetechnik werden meist ohne Computer produziert: (selbst) gezeichnete Objekte aus Papier oder Pappe werden ausgeschnitten und auf einer Fläche immer wieder per Hand neu gelegt. Eine Kamera, die senkrecht über der Arbeitsfläche angebracht wird, filmt den Prozess, meist auch, wenn die Bilder neu bewegt werden und eine Hand zu sehen ist. In der Nachbereitung kann eine Sprecherstimme (aus dem Off) in das Video eingefügt werden. Ein Beispiel für Erklärvideos in der Legetechnik können Sie sich auf e-teaching.org zum Thema „E-Lecture“ ansehen.

Fragen an Frau Heise:

Wie sind die Videos in das Gesamtkonzept Ihrer Lehrveranstaltung eingebunden?
Die Filme sind in ein Blended-Learning-Szenario in Kombination mit dem FlippedClassroom eingebunden und wurden mit weiteren Materialien als Online-Selbstlerneinheiten auf der Lernplattform OPAL bereitgestellt. Angereichert wurden die Videos außerdem mit Arbeitsblättern, welche die Lernenden parallel zur Rezeption ausfüllten. Damit soll das aktive Zuhören gestärkt werden. Mit den Videos wollen wir die Lernenden in die Themen einführen und ihnen einen Überblick vermitteln. 
Welche Vorteile sehen Sie im Einsatz Ihrer Videos? Der wesentliche Vorteil der Legetechnik liegt in der einfachen Produktion, da für die Erstellung keine umfangreichen Kenntnisse in der Filmproduktion und keine spezielle Ausrüstung notwendig sind. Videos bieten die Möglichkeit, verschiedene Darstellungsformen zu kombinieren (z. B. Ton, statische und bewegte Bilder) und dadurch eine authentische Darstellung sowie hohe Anschaulichkeit von Prozessen oder nicht zugänglichen Objekten zu erzielen. Das erleichtert die Auseinandersetzung mit dem Lerngegenstand. Die Lernenden können außerdem emotional angesprochen werden. Wir haben dafür zwei Figuren gewählt mit denen sich die Lernenden identifizieren können und von denen sie tutoriell begleitet werden.

Wie aufwendig ist die Erstellung solcher Videos? Ein drei-minütiges Video hatte einen Arbeitsaufwand von ca. 43 Stunden. Dieser beinhaltet die Drehbucherstellung, Planung, das Schreiben des Sprechertextes, das Zeichnen der Figuren, den Dreh sowie den Schnitt und die Bereitstellung. Diese Arbeit verteilte sich auf drei Personen. Die Hälfte unserer Zeit haben wir für das Zeichnen benötigt. Wenn die Legeelemente ausgedruckt werden, verringert sich auch der genannte Zeitaufwand. Bei der Verwendung von Vorlagen muss jedoch das Urheberrecht beachtet werden.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Die Videos wurden von den Lernenden in der Evaluation sehr positiv bewertet und für weitere Seminare erwünscht. Uns ist deutlich geworden, wie wichtig eine gute Erzählung ist, was mit Hilfe des Storytelling und einer bildhaften Sprache gut umsetzbar ist.

Veröffentlicht unter CC BY-SA Lizenz

In eigener Sache: Das Medienzentrum der TU Dresden unterstützt TUD-Mitarbeiterinnen und –Mitarbeitern bei der Erstellung von Lehrvideos. Weiter Informationen finden Sie im Leitfaden für Film- und Videoproduktion. Gerne können Sie auch Fragen im Kommentarbereich stellen. 

Digital teachings and learning in an academic context – example of good practice “tutorials”

Today´s post is about the tutorials produced by Linda Heise. She is a research assistant at the University of applied science in Mittweida and has designed tutorials produced in a so-called laying technique that are three minutes long and are to be used of her student´s online self-assessment. All videos were provided within an OPAL course.

A short information about tutorials produced with laying technique: For producing your tutorial by laying you don´t need to use special software tools, only (self-made/ self-drawn) objects, which are to be drawn, cut out and are laid down for every sequence of your film (according to a designed script). A camera, situated right above the working area, is filming the whole process, probably also your hand that is putting down the different sequences. A speaker´s voice can be integrated afterwards. This example from e-teaching.org shows a short tutorial about e-lectures made by laying.

Questions to Linda Heise:

How did you integrate these tutorials into your course? These little films were part of a blended-learning concept and were used as online-based self-assessment within a flipped-classroom model. All films were provided in an OPAL course for the lecture with additional learning material, like worksheets that had to be filled out by the students while watching the videos. Herewith, we tried to activate our listeners as well as giving them an introduction and an overview into the subject that is to be shown in the film.

Which advantages do you see by using these tutorials? The main advantage in laying your films is the simple production method. You don´t need either special software skills nor special hardware programs. Videos, in general, offer the possibility to combine different types of showing (e.g. audio, moving pictures and motionless ones) and illustrating processes that you want your students to understand. For them it is an easier way of learning and you are able to address them directly in the tutorial. Therefore, we have chosen two characters, which have a two-way function: on the one hand the students might identify themselves with these two and on the other hand they help them to get through the course.

How long did it take to produce the tutorials? One tutorial that is three minutes long took about 43 hours of work. But that included a screenplay, writing the speaker´s text, drawing the figures, the actual shooting and cutting the film as well as uploading it. Our whole team consisted of three people and half of the time was used for drawing. If you take the elements that we drew from already existing sources, e.g. the internet, you might be able to decrease your time requirements but then you also have to keep an eye on the copyrights.

Which experiences did you make using the tutorials?  Within our evaluation of the course we found out that students actually liked the tutorials and would like to have this concept used more often. Besides this, we as the producing team would like to emphasise on the importance of a good story that is to be told in the short films. It is so worth to spend more time on the storytelling in advance as you can perfectly us it for every single image.

Published by CC BY-SA 

On our own account: The Media Centre of the TU Dresden would be pleased to help you producing your e-lectures as well as tutorials. Therefore, please have a look at our new guidelines and if you need any further help, feel free to get in contact with us by leaving a comment below.