ellog - Das E-Learning-Logbuch

Herzlich willkommen auf dem E-Learning-Logbuch des Medienzentrums der TU Dresden!

Wir informieren an dieser Stelle aktuell über die E-Learning-Angebote und -Services des Medienzentrums, das als zentrale Einrichtung der TU Dresden den Einsatz von E-Learning unterstützt und begleitet. Unser Angebot richtet sich vorrangig an alle E-Learning-Akteure der TU Dresden, aber auch an alle EL-Partner an Universitäten, Hochschulen sowie externen Einrichtungen, wie der Bildungsportal Sachsen GmbH.

Donnerstag, 19. April 2018

Themenreihe Digitales Lehren und Lernen in der Hochschule - Praxisbeispiel: Videoerstellung zur Durchführung von Experimenten über die Gestaltung von Lernvideos

Im heutigen Post greifen wir das Beispiel von Maik Beege auf. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für E-Learning und neue Medien der TU Chemnitz. Seine Studierenden erstellen Videos als Prüfungsleistung.

Die Kurz-Interviews sind dem Projekt „Neue Lehr-Lernkulturen für digitalisierte Hochschulen“ entnommen. Projektlaufzeit: 01.09.2015 – 31.12.2016.  


Fragen an Herrn Beege:

Welche Art von Videos sollen die Studierenden in Ihrer Lehrveranstaltung erstellen?
Es wurden explizite Lehr-/Lernvideos erstellt. Drei Gruppen von Studierenden hatten die Aufgabe, eine experimentelle Fragestellung auszuarbeiten und diese mithilfe von Videomaterial zu bearbeiten. Die Videos waren daher recht schlicht gehalten, um eine saubere experimentelle Manipulation zu gewährleisten. Beispielsweise wurde die Emotionalität eines Videosprechers manipuliert. Eine weitere Forschungsfrage bezog sich auf den Vergleich von realen Sprechern zu animierten Figuren. Weiterhin wurden an der Professur bereits Videos erstellt, in denen Einflüsse der wahrgenommenen Professionalität oder stereotypische Wahrnehmungen untersucht wurden.
 

Wie bewerten Sie die erstellten Videos?
Die erstellten Videos waren durchweg sehr gut gelungen und wirkten professionell. Sie wurden als Prüfungsleistung von mir endgültig evaluiert, allerdings gab es bereits während des Seminars zahlreiche Feedbackrunden. Bei der Erstellung der Fragestellung und unmittelbar vor dem Videodreh haben die Gruppen untereinander Feedback gegeben und ich habe ebenfalls Verbesserungsvorschläge angebracht.


Welche Unterstützung erhalten die Studierenden bei der Erstellung der Videos?
Zunächst erhielten sie Unterstützung von mir. Ich gab eine Einführung in das theoretische Fachgebiet und die Grundlagen der Medientechnik ebenso wie Kurse, welche in gängige Bearbeitungssoftware einführen. Weiterhin gab es Unterstützung durch die Professur für Medientechnik. Somit konnten die Studierenden sämtliches Equipment (Kameras, Stative, etc.) kostenlos ausleihen und hatten ebenfalls einen Bluescreen und Videokran zur Verfügung. Natürlich war ich während des kompletten Projektes für Fragen und Anmerkungen verfügbar. 


Werden die Videos veröffentlicht oder in anderen Kontexten wiederverwendet?
Die meisten Videos wurden lediglich im Experimentalkontext verwendet. Diesbezüglich wurden Probanden eingeladen, welche an den Videoexperimenten teilnahmen. Diese Experimente wurden teilweise an Schulen durchgeführt, an denen wir einen expliziten pädagogischen Nutzen erfüllten. Beispielsweise erstellten wir Lehrvideos, welche sich mit der Stammzellenspende befassten und im Biologieunterricht an einem Gymnasium verwendet werden.



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