ellog - Das E-Learning-Logbuch

Herzlich willkommen auf dem E-Learning-Logbuch des Medienzentrums der TU Dresden!

Wir informieren an dieser Stelle aktuell über die E-Learning-Angebote und -Services des Medienzentrums, das als zentrale Einrichtung der TU Dresden den Einsatz von E-Learning unterstützt und begleitet. Unser Angebot richtet sich vorrangig an alle E-Learning-Akteure der TU Dresden, aber auch an alle EL-Partner an Universitäten, Hochschulen sowie externen Einrichtungen, wie der Bildungsportal Sachsen GmbH.

Dienstag, 11. März 2014

E-Teaching-Qualifizierungsangebote in anderen Bundesländern - Erfahrungsaustausch mit der Universität Potsdam und FU Berlin

E-Teaching-Qualifizierungsangebote gibt es bereits in vielen Bundesländern. Neben Brandenburg (Universität Potsdam) und Berlin (FU Berlin, HTW Berlin, TU Berlin) beispielsweise auch in Hessen (Goethe-Universität Frankfurt) und Rheinland-Pfalz (Virtueller Campus Rheinland-Pfalz). Bei diesen Angeboten ist bereits eine langjährige Erfahrungen aus mehreren Qualifizierungsdurchgängen vorhanden. Ein Grund für uns, uns mit einigen Akteuren auszutauschen über deren Erfahrungen und die Bedürfnisse der teilnehmenden Lehrenden. Dazu haben wir uns die E-Teaching-Weiterbildung der Universität Potsdam sowie das E-Teaching-Zertifikat der FU Berlin ausgesucht.


E-Teaching-Weiterbildung (Potsdam)


Campus Neues Palais Universität Potsdam
Campus Neues Palais, Universität Potsdam. Foto: K. Fritze

In Potsdam haben wir Marlen Schumann und Luise Henze getroffen, die uns von den Erfahrungen aus 5 Jahren und 10 Durchgängen E-Teaching-Weiterbildung berichteten. Das Weiterbildungsangebot richtete sich bis vor Kurzem an Lehrende in ganz Brandenburg und fand mit 76 Arbeitseinheiten (à 45min) semesterbegleitend über 12 Wochen statt. Die Teilnehmenden waren sowohl junge Wissenschaftler, die Spaß am Ausprobieren neuer Medien hatten als auch Hochschul-Lehrende, die ihre Lehre durch Medien ergänzen und verbessern wollten.  In diesem Zeitraum erarbeiteten die Teilnehmenden ein Praxiskonzept zur Umsetzung in der eigenen Lehre und tauschten sich dazu in kleinen Gruppen aus. So erfuhren Sie, dass in unterschiedlichen Fachkulturen ähnliche Methoden und Lehrszenarien eingesetzt werden. Inhaltlich gibt es unterschiedliche Vertiefungen, die mit den teilnehmenden Hochschulen abgestimmt werden, so dass jeder Durchgang individuell auf die Bedürfnisse der teilnehmenden angepasst werden kann. Ein Schwerpunkt der Ausbildung liegt dabei auf der didaktischen Konzeption, während Schulungen zur Technik-Anwendung kein Bestandteil der Weiterbildung sind.


E-Teaching-Zertifikat (FU Berlin)


Philologische Bibliothek der FU Berlin. Quelle: David Ausserhofer.
Philologische Bibliothek der FU Berlin. Foto: David Ausserhofer

An der FU Berlin wird das E-Teaching-Zertifikat jährlich seit 2007 im Sommersemester angeboten, wie uns Dr. Brigitte Grote und Victoria Castillejos vom Center für Digitale Systeme (CEDIS) verrieten. Neben zahlreichen weiteren Workshops und Veranstaltungen ist das Zertifikat nur ein kleiner Bestandteil des CEDIS-Angebotes und daher auch unterschiedlich stark nachgefragt. Das besondere des Angebotes ist, dass die teilnehmenden Lehrenden nicht nur ein Konzept entwerfen, sondern bereits während des Weiterbildungsdurchgangs auch in ihrer Lehrveranstaltung umsetzen. Insgesamt investieren die Teilnehmenden dafür etwa 130 Lernstunden im Zeitraum von rund einem halben Jahr. Sie lernen dabei nicht nur didaktische Grundlagen umzusetzen, sondern werden auch in technischen Werkzeugen geschult. Interessant war die Bemerkung der beiden Gesprächspartnerinnen, dass sich bei ihren Teilnehmenden deutliche Unterschiede der Konzeptionen und Umsetzungen nach den vertretenen Fachbereichen zeigten. Hier unterscheiden sich die Erfahrungen von den Potsdamern.


E-Teaching.TUD

In unserem Qualifizierungsangebot haben wir - wie die Potsdamer - einen Schwerpunkt auf die didaktischen Ziele des Medieneinsatzes und die Konzeptentwicklung gelegt. Ähnlich wie die Berliner zeigen wir aber auch für welche didaktische Aufgaben, welche medialen Werkzeuge eingesetzt werden können. Wir sind gespannt, welche Erfahrungen wir hinsichtlich der fachspezifischen Unterschiede beim Einsatz medial vermittelter Methoden und Lehrszenarien machen werden.

Am Freitag starten wir in unseren ersten Durchgang und freuen uns auf spannende Erfahrungen, von denen wir dann hier im Blog und gern im Austausch mit anderen E-Teaching-Akteuren berichten wollen.