ellog - Das E-Learning-Logbuch

Herzlich willkommen auf dem E-Learning-Logbuch des Medienzentrums der TU Dresden!

Wir informieren an dieser Stelle aktuell über die E-Learning-Angebote und -Services des Medienzentrums, das als zentrale Einrichtung der TU Dresden den Einsatz von E-Learning unterstützt und begleitet. Unser Angebot richtet sich vorrangig an alle E-Learning-Akteure der TU Dresden, aber auch an alle EL-Partner an Universitäten, Hochschulen sowie externen Einrichtungen, wie der Bildungsportal Sachsen GmbH.

Montag, 30. November 2015

„E-Assessment an Hochschulen gemeinsam stärken: Erfahrungen und Erfordernisse“ – Workshop des Projektes E-Assessment in Sachsen auf dem HDS.Forum Lehre


Auf dem diesjährigen HDS.Forum Lehre am 4. und 5.11.2015 in Zwickau führten wir im Rahmen des Projektes „E-Assessment in Sachsen“ einen Workshop durch. Das Forum stand in diesem Jahr unter dem Motto „Mit Pauken und Trompeten ... Prüfen und Bewerten in der Hochschule“, ein Thema das den Erfahrungsaustausch mit E-Assessment-Akteuren ermöglichte.
Eingangs wurde das Projekt „E-Assessment in Sachsen: Ist-Stand und Bedarf“ vorgestellt und die Rahmenbedingungen für E-Assessment umrissen: Diese sind
  • didaktische Bedingungen (z. B. E-Assessment-Szenarien und Formen, Kompetenzorientierung, Besonderheiten von MC-Klausuren)
  • rechtliche Rahmenbedingungen (z. B. Verankerung in Prüfungsordnungen und die Berücksichtigung des Datenschutzes),
  • technische Rahmenbedingungen (z. B. Testsuite und deren Möglichkeiten bzgl. Aufgabentypen, Punkteverteilung u. a., die Umgebung, in die Tests eingebettet werden, die Verwendung des Safe Exam Browsers) und
  • Organisation und Unterstützung (z. B. Durchführung, Support, Hochschulpolitik und Strategien der einzelnen Hochschulen).
In einem kurzen Input-Vortrag wurden anschließend einige verbreitete E-Assessment-Szenarien (Eingangstests, Just-in-time-Teaching, Self Assessment, Peer Assessment und E-Klausur) vorgestellt. Dabei wurde eine Unterscheidung zwischen diagnostischem (dem Lernprozess vorgelagertem), formativem (den Lernprozess begleitendem) und summativem (den Lernprozess abschließendem) Assessment vorgenommen.
Anschließend luden wir unsere Workshop-Teilnehmenden zu einem Erfahrungsaustausch ein: Sie hatten die Möglichkeit, sich im Rahmen eines World Cafés über ihre Erfahrungen beim Einsatz von E-Assessment auszutauschen und sich dabei gegenseitig Hinweise und Anregungen zu geben. Die Teilnehmenden sollten darüber hinaus Hemmnisse und Unterstützungsbedarf identifizieren und Forderungen für eine förderliche Gestaltung der Rahmenbedingungen zur Verbreitung von E-Assessment an (sächsischen) Hochschulen formulieren.
Die Teilnehmenden verfügten über unterschiedliche Vorerfahrungen im Bereich des – ausschließlich formativen – E-Assessments. Als Hemmnisse für den Einsatz summativen E-Assessments wurden vor allem rechtliche Hürden, fehlende technische und räumliche Ausstattung sowie der hohe Initialaufwand für die Erstellung qualitativ hochwertiger E-Klausuren gesehen. Als Ergebnis eines 1-Minute-Papers wurden Forderungen für die Verbesserungen der Rahmenbedingungen für E-Assessment wurden formuliert und anschließend im Plenum diskutiert. Dabei kamen vorrangig organisatorische und technische, aber auch didaktische und rechtliche Aspekte zur Sprache.

 
Als besonders wichtige notwendige Maßnahmen für die Stärkung des E-Assessment kristallisierten sich heraus: 
  • An den Hochschulen müssen ausreichend personelle Ressourcen bereitstehen, um didaktische, organisatorische und technische Unterstützung der E-Assessment-Akteure leisten zu können.
  • An den Hochschulen müssen E-Assessment-Center mit geeigneter Hardware-Ausstattung entstehen.
  • Für E-Assessment sind geeignete Test-Werkzeuge anzuschaffen bzw. weiter zu entwickeln.
  • E-Assessment muss in den Prüfungsordnungen verankert werden.