ellog - Das E-Learning-Logbuch

Herzlich willkommen auf dem E-Learning-Logbuch des Medienzentrums der TU Dresden!

Wir informieren an dieser Stelle aktuell über die E-Learning-Angebote und -Services des Medienzentrums, das als zentrale Einrichtung der TU Dresden den Einsatz von E-Learning unterstützt und begleitet. Unser Angebot richtet sich vorrangig an alle E-Learning-Akteure der TU Dresden, aber auch an alle EL-Partner an Universitäten, Hochschulen sowie externen Einrichtungen, wie der Bildungsportal Sachsen GmbH.

Mittwoch, 11. März 2015

E-Teaching-Day: Zusammenfassung Workshop „Prüfen und Bewerten“



Der Workshop „Prüfen und Bewerten“ fand im Rahmen der ersten Workshop-Session des E-Teaching-Day statt. Wie bei allen Themen wurde das didaktische Handlungsfeld des Prüfens und Bewertens aus dem Blickwinkel der Unterstützung durch digitale Medien betrachtet. Dabei wurde jedoch nicht nur das summative E-Assessment in Form der klassischen Abschluss- oder Modulklausur in den Fokus gerückt, sondern wurden auch Beispiele des formativen, d. h. den Lernprozess begleitenden, und diagnostischen, d. h. dem Lernprozess vorgelagerten, digitalen Self-Assessments vorgestellt.
Der Input-Vortrag von Frau Schaarschmidt, Mitarbeiterin des E-Learning-Supports am Medienzentrum der TU Dresden, definierte E-Assessment in Anlehnung an Bloh (2006) als mit IuK-Technologien durchgeführte „lehrzielbezogene[ ] Bestimmung, Beurteilung, Bewertung, Dokumentation oder Rückmeldung der jeweiligen Lernvoraussetzungen, des aktuellen Lernstandes oder der erreichten Lernergebnisse vor, während […] oder nach Abschluss […] einer spezifischen Lehr-Lernperiode“ (Bloh, 2006, S. 6). 

E-Assessment bietet zahlreiche Vorteile, darunter erweiterte prüfungsdidaktische Möglichkeiten, Zeitersparnis bei der Korrektur für Dozenten, verbessertes Feedback für die Studierenden und eine Qualitätsverbesserung der Fragenkataloge und Prüfungen. Probleme beim Einsatz von E-Assessment ergeben sich vor allem durch die fehlende Verankerung der Möglichkeit digitalen Prüfens in den Prüfungsordnungen sowie anderen rechtlichen Fragen (z. B. neue Manipulationsformen, Umsetzung der Archivierung). Gleichzeitig fehlt es bisher an der geeigneten Infrastruktur, beispielsweise in Form eines Test-Centers. Dennoch gibt es Möglichkeiten, E-Assessment beispielsweise in der Vorbereitung von Klausuren formativ einzusetzen oder E-Klausuren in mehreren Durchläufen in größeren PC-Pools durchzuführen. Neben der E-Klausur bieten sich E-Portfolios und Podcasts als alternative digitale Prüfungsformen an.

E-Klausuren können mit Hilfe der Onyx-Testsuite erstellt werden. Diese bietet eine Vielzahl von Aufgabentypen, umfangreiche Feedbackfunktionen und Auswertungsmöglichkeiten, ermöglicht die Teststrukturierung und Steuerung sowie verschiedene Import-und Exportmöglichkeiten. Die Diskussion fokussierte insbesondere die Feedbackmöglichkeiten in Onyx, beispielsweise mittels Kommentaren, sowie zukünftige Aufgabentypen, beispielsweise Skizzen. Insbesondere für den MINT-Bereich wurde die Bedeutung der parallelen Dokumentation auf Papier deutlich, um so beispielsweise auch Lösungswege bewerten bzw. korrigieren zu können.

Die im Anschluss vorgestellten Praxisbeispiele aus dem Multimediafond thematisierten formatives und diagnostisches Assessment: Frau Prof. Breitkopf präsentierte das im Rahmen der Projekte ThermoE (SMWK) und ThermoSA (MMF) entstandene Self-Assessment-Angebot zur Übungs-, Vorlesungs- und Prüfungs­vorbereitung für Studierende im Fach Technische Thermodynamik vor. Herr Hoff stellte das Online-Self-Assessment potentielle Bewerber/innen des Masterstudienganges „Angewandte Medien­forschung“ vor.

Bloh, 2006, S. 6, zitiert nach: Seufert, Sabine; Brahm, Taiga (2007): E-Assessment und E-Portfolio zur Kompetenzentwicklung: neue Potenziale für Ne(x)t Generation Learning?