ellog - Das E-Learning-Logbuch

Herzlich willkommen auf dem E-Learning-Logbuch des Medienzentrums der TU Dresden!

Wir informieren an dieser Stelle aktuell über die E-Learning-Angebote und -Services des Medienzentrums, das als zentrale Einrichtung der TU Dresden den Einsatz von E-Learning unterstützt und begleitet. Unser Angebot richtet sich vorrangig an alle E-Learning-Akteure der TU Dresden, aber auch an alle EL-Partner an Universitäten, Hochschulen sowie externen Einrichtungen, wie der Bildungsportal Sachsen GmbH.

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Weiterbildungsbedarf für neue Medien

Für die Konzeption unseres Qualifizierungsangebotes haben wir uns neben der aktuellen Mediennutzung der TU Lehrenden auch angesehen, welche Anforderungen diese an Weiterbildungsformate stellen. Die Ergebnisse dieser Analyse haben wir in einer ausführlichen Bedarfsanalyse zusammengetragen. Die wichtigsten Ergebnisse stellen wir in diesem Blog-Post vor. Die ganze Analyse stellen wir als pdf zum Download bereit.

Im Bereich der Weiterbildungen im Bereich des E-Learnings sehen 31,6 % der an einer Befragung im Projekt "Lehrpraxis im Tansfer" teilnehmenden TU-Lehrenden einen sehr hohen oder hohen Bedarf.


Das Interesse an diesen Weiterbildungen steht dabei jedoch hinter Themen wie „Lehrmethoden“ (57%), „Prüfen und Bewer­ten“ (47,1 %), „Planen und Gestalten von Lehre“ (42,6 %),  und „Umgang mit schwierigen Lehrsituationen“ (41,6 %) zurück. Dabei sieht die Altersgruppe der über 40-jährigen einen größeren Bedarf für Weiterbildungen für den Einsatz digitaler Medien in der Lehre. Dies zeigt, dass das Interesse an Lösungen für konkrete didaktische Handlungsfelder größer ist, als an Strategien zum Medieneinsatz. Das Qualifizierungsangebot E-Teaching.TUD geht daher genau diesen Weg: es thematisiert didaktische Handlungsfelder und zeigt auf, wie der Einsatz digitaler Medien zu einer Problemlösung oder Ergänzung führen kann. Die Module des Qualifizierungsangebotes heißen daher "Organisation von Lehr-/Lernprozessen", "Inhaltsvermittlung", "Aktivierung/ (neue) Methoden", "Gestaltung von Kommunikationsprozessen", "Betreuung und Motivation", "Prüfen und Bewerten", "Gestaltung von Kooperations- und Kollaborationsprozessen", "Evaluation/Qualitätssicherung".

Insgesamt schätzen 44,6 % der befragten TU-Lehrenden ihre Kenntnisse zum Einsatz von digitalen Medien in der Lehre als niedrig bzw. sehr niedrig ein.


Lehrende, die bereits seit 4-8 Jahren in der Hochschullehre tätig sind, schätzen ihre Kenntnisse dabei am besten ein, die schlechtesten Kenntnisse attestieren sich diejenigen mit der geringsten Lehrerfahrung (< 1 Jahr). Die Befragungsergebnisse weisen außerdem darauf hin, dass eine eine subjektiv als höher empfundene Medienkompetenz auch zu einem verstärkten Einsatz digitaler Medien in der Lehre führt. Angebote zur Förderung dieser Kompetenz können daher eine Möglichkeit bieten, um die Verbreitung des Medieneinsatzes an den Hochschulen zu fördern.

Die untersuchten Erhebungen weisen darauf hin, dass eine thematische Breite der angebotenen Inhalte einer Qualifizierung für viele attraktiv ist.


So wünschen sich die teilnehmenden Befragten der Erhebung im Projekt "Lehrpraxis im Transfer" vor allem Themen wie „Organisatorische Unterstüt­zung der Lehre“ sowie „Planen und Gestalten von Lehre mit Online-Anwendungen", „Inhaltserstellung bzw. Content-Entwicklung im E-Learning“ sowie „Fragen der Rechtssicherheit“. In der Erhebung im Projekt "KEEBGuide" sind Rechtsfragen sowie mediendidaktische und medientechnische Inhalte gleichermaßen von Interesse. Ein umfassendes Qualifizierungsangebot wie es im Projekt E-Teaching.TUD realisiert wird, kann diese gewünschte thematische Breite gut abdecken.

Die befragten Lehrenden wünschen sich flexible und praxisnahe Weiterbildungsangebote.


Als Format wird das Blended-Learning-Format in allen Erhebungen bevorzugt, auf Präsenzveranstaltungen verzichten wollen die befragten Lehrenden kaum. Darüber hinaus wird anwendungsbezogenes Wissen für die Praxis gefordert. Im Qualifizierungsangebot E-Teaching.TUD entwickeln die Lehrenden daher individuelle Konzepte zum Medieneinsatz in ihren Lehrveranstaltungen. So kann auch auf fachspezifische Fragestellungen eingegangen werden.  Der Umfang der geplanten Lehrinhalte zur Förderung der mediendidaktischen Handlungskompetenz macht es schwierig, auf den Wunsch, nach kurzen und kompakten Weiterbildungsangeboten einzugehen. Durch eine Modularisierung mit abgeschlossenen Wissenseinheiten soll dem dennoch Rechnung getragen werden. Zukünftig soll das Angebot mit einem Zertifikat abgeschlossen werden können, um das Engagement der Lehrenden für die Verbesserung ihrer Lehre anzuerkennen. Dieser Wunsch wurde von den Befragten ebenfalls geäußert.

Grundlage für unsere Analyse waren drei Erhebungen, deren Ergebnisse wir vertiefend analysiert und verglichen haben. Die Daten stammen aus folgenden Erhebungen: